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Regierungserklärung der Bundeskanzlerin zum Afghanistaneinsatz
In der heutigen Regierungserklärung der Bundeskanzlerin zum
Afghanistaneinsatz erinnerte die Kanzlerin an die immer noch extrem
angespannte Sicherheitslage am Hindukusch. Sie warnte vor der wachsenden
Gefahr, dass Nuklearwaffen - und material in die Hände der
Taliban oder Al Qaida gelangen könne.
Gleichzeitig toleriert die Bundesregierung jedoch weiterhin bilaterale
Uran- und Technologieabkommen zwischen EU-Staaten wie Frankreich
und so genannten „problematischen Ländern“ wie
Libyen. Unter dem Vorwand der vermeintlich friedlichen Nutzung riskiert
die Weltgemeinschaft einen Missbrauch mit fatalen Folgen.
Auch die passive Haltung Sarkozys auf dem Atomgipfel in Washington
und seiner Weigerung weiter abzurüsten bleibt von Frau Merkel
unkommentiert.
Auch Innenpolitisch zeigt sich schwarz-gelb von einer gegensätzlichen
Seite. Die Bundesregierung steht sowohl wegen der geplanten Laufzeitverlängerung
für anschlagsanfällige Atomanlagen als auch wegen der
fortwährenden Nutzung von waffentauglichem und hoch angereicherten
Uran im Forschungsreaktor FRM II in Garching in der Kritik. Dabei
rüsten selbst Länder wie Mexiko ihre Forschungsreaktoren
auf niedrig angereichertes Uran ab.
Frau Merkel, Sie müssen mit gutem Beispiel voran gehen, und
eine Antinuklearstrategie auch in Deutschland verwirklichen um nach
innen wie außen glaubwürdig zu sein.
Berlin, den 22.04.2010
Ihr Hans-Josef Fell MdB
Sprecher für Energie der Bundestagsfraktion Bündnis 90/
Die Grünen
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon: 030 - 227 72 158, Fax: 030 - 227 76 369
http://www.hans-josef-fell.de, Bei mir werden Erneuerbare Energien
groß geschrieben!
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