| |
Salzburg-AG gibt Naturschützern Recht
Trotz Fernwärme-Ausbau keine neuen Kraftwerke nötig
Vom Wolkenkuckucksheim herunterzusteigen und von irrationaler
Polemik zu einer sachlichen Auseinandersetzung über elementare
Zukunftsfragen überzugehen, fordert die Ortsgruppe Freilassing
des Bund Naturschutz die Freilassinger Stadtvorderen auf. Ihre Grundforderung,
„erst dämmen, dann heizen“, wird interessanterweise
vom Energieversorger des Nachbarlandes, der ja jetzt bekanntlich
in die Freilassinger Biomasse-Heizkraftwerkspläne einbezogen
werden soll, voll bestätigt. Nach Recherchen des österreichischen
Rundfunks will Salzburg sein Fernwärmenetz beträchtlich
erweitern. Dennoch brauche man dazu keine neuen Krafterke, ist seit
Sonntag auf der Homepage des ORF Salzburg zu lesen, wie uns Ortvorsitzender
Michael Behringer mitteilt.
Vizebürgermeister Martin Panosch fordert eine Reduzierung
der Treibhausgase. Der Chef der Salzburg-AG-Leitungsnetze will das
bestehende Fernwärmenetz in Salzburg, das derzeit ca. ein Drittel
aller Haushalte versorge, erweitern. Er, der als zuständiger
Fachmann es wissen muss, sagt hierzu wörtlich: „ Neue
Kraftwerke für die Fernwärme werden nicht notwendig sein.
Denn insgesamt wird der Wärmebedarf der Haushalte in den Städten
in den nächsten 20 Jahren deutlich sinken. Grund dafür
ist die bessere Dämmung an den Häusern.“
Diese Grundsatzgedanken müssen auch für Freilassing umgesetzt
werden, meint Behringer, bevor unter dem Deckmantel Klimaschutz
zig Millionen Euro „verbraten“ werden, obwohl es längst
bessere Lösungen gebe, Gelder, die entweder dem Steuerzahler,
oder den Hausbesitzern und damit allen Verbrauchern aus der Tasche
gezogen werden.“ Unsere Zahlen und Argumente sind das Produkt
wissenschaftlicher Untersuchungen und amtlicher Veröffentlichungen.
Sie decken sich zu hundert Prozent mit den Positionen des Landesverbandes
und des BUND, sind also kein örtlicher Alleingang. Der Bund
Naturschutz arbeitet ehrenamtlich, ist wirtschaftlich unabhängig
und politisch neutral. Wir sind weder käuflich, noch verführbar
und das scheinen einige noch nicht begriffen zu haben. Obwohl wir
vor knapp 8 Monaten nur die Frage nach einem Holzversorgungsplan
und einer Bedarfsermittlung gestellt haben, bekamen wir keine nachprüfbare
Antwort. Allein schon deshalb sollen auch jetzt noch, wo schon viele
Unterschriften vorliegen, die Bürger, die sich momentan nicht
direkt betroffen fühlen, sich in die Listen eintragen. Nur
so können Licht ins Dunkel gebracht und Höhenflüge
gestoppt werden“, meint Behringer abschließend und setzt
als Gesprächsbasis einen anderen Umgangston seitens der Stadt
ebenso voraus, wie eine förmliche Entschuldigung von Flatscher
für seine unbotmäßigen Vorwürfe.
|
|