Pressemitteilung vom 24. Februar 2010
Salzburg-AG gibt Naturschützern Recht, Trotz Fernwärme-Ausbau keine neuen Kraftwerke nötig
Bund Naturschutz in Bayern e.V. Ortsgruppe Freilassing, Saaldorf-Surheim und Ainring
 

Salzburg-AG gibt Naturschützern Recht

Trotz Fernwärme-Ausbau keine neuen Kraftwerke nötig

Vom Wolkenkuckucksheim herunterzusteigen und von irrationaler Polemik zu einer sachlichen Auseinandersetzung über elementare Zukunftsfragen überzugehen, fordert die Ortsgruppe Freilassing des Bund Naturschutz die Freilassinger Stadtvorderen auf. Ihre Grundforderung, „erst dämmen, dann heizen“, wird interessanterweise vom Energieversorger des Nachbarlandes, der ja jetzt bekanntlich in die Freilassinger Biomasse-Heizkraftwerkspläne einbezogen werden soll, voll bestätigt. Nach Recherchen des österreichischen Rundfunks will Salzburg sein Fernwärmenetz beträchtlich erweitern. Dennoch brauche man dazu keine neuen Krafterke, ist seit Sonntag auf der Homepage des ORF Salzburg zu lesen, wie uns Ortvorsitzender Michael Behringer mitteilt.

Vizebürgermeister Martin Panosch fordert eine Reduzierung der Treibhausgase. Der Chef der Salzburg-AG-Leitungsnetze will das bestehende Fernwärmenetz in Salzburg, das derzeit ca. ein Drittel aller Haushalte versorge, erweitern. Er, der als zuständiger Fachmann es wissen muss, sagt hierzu wörtlich: „ Neue Kraftwerke für die Fernwärme werden nicht notwendig sein. Denn insgesamt wird der Wärmebedarf der Haushalte in den Städten in den nächsten 20 Jahren deutlich sinken. Grund dafür ist die bessere Dämmung an den Häusern.“

Diese Grundsatzgedanken müssen auch für Freilassing umgesetzt werden, meint Behringer, bevor unter dem Deckmantel Klimaschutz zig Millionen Euro „verbraten“ werden, obwohl es längst bessere Lösungen gebe, Gelder, die entweder dem Steuerzahler, oder den Hausbesitzern und damit allen Verbrauchern aus der Tasche gezogen werden.“ Unsere Zahlen und Argumente sind das Produkt wissenschaftlicher Untersuchungen und amtlicher Veröffentlichungen. Sie decken sich zu hundert Prozent mit den Positionen des Landesverbandes und des BUND, sind also kein örtlicher Alleingang. Der Bund Naturschutz arbeitet ehrenamtlich, ist wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral. Wir sind weder käuflich, noch verführbar und das scheinen einige noch nicht begriffen zu haben. Obwohl wir vor knapp 8 Monaten nur die Frage nach einem Holzversorgungsplan und einer Bedarfsermittlung gestellt haben, bekamen wir keine nachprüfbare Antwort. Allein schon deshalb sollen auch jetzt noch, wo schon viele Unterschriften vorliegen, die Bürger, die sich momentan nicht direkt betroffen fühlen, sich in die Listen eintragen. Nur so können Licht ins Dunkel gebracht und Höhenflüge gestoppt werden“, meint Behringer abschließend und setzt als Gesprächsbasis einen anderen Umgangston seitens der Stadt ebenso voraus, wie eine förmliche Entschuldigung von Flatscher für seine unbotmäßigen Vorwürfe.

 
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