Pressemitteilung vom 20. Februar 2007
Globale Energiekrise
Laut IEA Berechnungen. ein Ende des Erdöls um 2035, von Erdgas vermutlich vor 2040, Uran reicht bei der heutigen Förderung nur bis 2040
  Globale Energiekrise

Eine drohende Energiekrise ist ein Thema, das nicht erst seit gestern durch die Zeitungen spukt, sondern schon lange im Fokus der breiten Öffentlichkeit steht. Die zunehmende Verknappung fossiler Energieträger ist dabei ein zentraler Faktor, wobei der wohl entscheidende Aspekt unserer Abhängigkeit von fossilen Energieträgern der Zeitpunkt ist, ab wann unter Berücksichtigung verschiedener Verbrauchsentwicklungen die Produktion den Bedarf nicht mehr decken kann.

Beim Erdgas beispielsweise hatten wir in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum. Gerade die bevölkerungsreichsten Länder wie China und Indien, sowie einige südamerikanische Staaten haben bereits mittelfristig ein sehr großes Wachstumspotential im industriellen und im privaten Energieverbrauch.

Bei den Steigerungsraten des Verbrauchs, welche die Internationale Agentur des OECD (International Energy Agency, IEA) berechnete, ergibt sich:

• ein Ende des Erdöls um 2035,

• von Erdgas vermutlich vor 2040,

• Kohle reicht bis maximal 2100. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt, dass sie die anderen Energieträger ersetzen muss und gleichzeitig zu einem gesteigerten CO2- Ausstoß führt.

• Uran reicht bei der heutigen Förderung nur bis 2040.

• Schon 2010 produzieren die OPEC des Nahen Ostens 50 Prozent des Öls. Das verschafft diesen, teilweise politisch instabilen Ländern eine bedeutende Machtposition - nicht nur über die Preise. Ähnlich sieht es beim Erdgas aus, das Deutschland im Jahr 2010 vermutlich zu 90 Prozent aus Russland importieren wird.

Experten weltweit fordern daher, dass neue Energietechnologien zunehmend als industrielle Chance begriffen werden müssen. Händeringend werden neue Energiequellen gesucht, die gerade jetzt in Zeiten immer knapper werdender Ressourcen so dringend benötigt werden.

 

aus : "Oberbayerischer Börsenbrief" vom 2.Februar 2007
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