| Globale Energiekrise
Eine drohende Energiekrise ist ein Thema, das nicht erst seit gestern
durch die Zeitungen spukt, sondern schon lange im Fokus der breiten
Öffentlichkeit steht. Die zunehmende Verknappung fossiler Energieträger
ist dabei ein zentraler Faktor, wobei der wohl entscheidende Aspekt
unserer Abhängigkeit von fossilen Energieträgern der Zeitpunkt
ist, ab wann unter Berücksichtigung verschiedener Verbrauchsentwicklungen
die Produktion den Bedarf nicht mehr decken kann.
Beim Erdgas beispielsweise hatten wir in den letzten Jahren ein
stetiges Wachstum. Gerade die bevölkerungsreichsten Länder
wie China und Indien, sowie einige südamerikanische Staaten
haben bereits mittelfristig ein sehr großes Wachstumspotential
im industriellen und im privaten Energieverbrauch.
Bei den Steigerungsraten des Verbrauchs, welche die Internationale
Agentur des OECD (International Energy Agency, IEA) berechnete,
ergibt sich:
• ein Ende des Erdöls um 2035,
• von Erdgas vermutlich vor 2040,
• Kohle reicht bis maximal 2100. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt,
dass sie die anderen Energieträger ersetzen muss und gleichzeitig
zu einem gesteigerten CO2- Ausstoß führt.
• Uran reicht bei der heutigen Förderung nur bis 2040.
• Schon 2010 produzieren die OPEC des Nahen Ostens 50 Prozent
des Öls. Das verschafft diesen, teilweise politisch instabilen
Ländern eine bedeutende Machtposition - nicht nur über
die Preise. Ähnlich sieht es beim Erdgas aus, das Deutschland
im Jahr 2010 vermutlich zu 90 Prozent aus Russland importieren wird.
Experten weltweit fordern daher, dass neue Energietechnologien
zunehmend als industrielle Chance begriffen werden müssen.
Händeringend werden neue Energiequellen gesucht, die gerade
jetzt in Zeiten immer knapper werdender Ressourcen so dringend benötigt
werden.
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