Ist ein Naturbad billiger?
Nein, weil die steigenden Ansprüche zu einer steigenden Kostenentwicklung
geführt haben, die sich an die Investitionskosten herkömmlicher
konventioneller Schwimmbädern annähert.
Werden mit der eingesetzten Technik die Hauptprobleme bewältigt?
Nein, das Algenwachstum bleibt weiterhin nicht kontrollierbar. Für
die Algenbelastung in den Schwimmteichanlagen gibt es eine Vielzahl
von Faktoren. Einige der Faktoren sind systembedingt vorhanden.
Die sporadisch auftretende erhöhte Verkeimung mit pathogenen
Keimen wird nicht vollends beseitigen.
Was sind die Forschungsziele?
Neue Wege zur Stabilisierung von Schwimmteichanlagen zu finden,
die Optimierung der Regenerationsanlagen bezüglich ihrer Größe,
Lage und nicht zuletzt der verwendeten Substrate.
Gibt es eine Planunggssicherheit?
Nein, trotz dieser Unsicherheit werden bundesweit zunehmend neue
Anlagen gebaut oder auch bereits bestehende sanierungsbedürftige
konventionelle Schwimmbäder in naturnahe Badegewässer
umgebaut.
Sind die Betreiber mit den Naturbädern zufrieden?
Nein, Hauptgrund hierfür ist nach wie vor das teilweise unkontrollierbare
Algenwachstum in der gesamten Anlage und der damit verbundene Aufwand,
dieses zu entfernen. Kein einziges Naturbad wurde von der Algenproblematik
verschont, d.h. alle hier beteiligten Schwimmteichbetreiber beklagten
sich über Algenwachstum unterschiedlicher Stärke. In 36
% der Anlagen wurde ein sehr starkes Algenwachstum, in 46 % ein
mittleres Algenwachstum und in lediglich 18 % ein geringes Algenwachstum
festgestellt. Schwimmteichanlagen ohne jegliches Algenwachstum waren
nicht vorhanden.
Der am häufigsten auftretende Krankheitserreger ist Pseudomonas
aeruginosa aus der Familie der Pseudomonaden. Hierbei handelt es
sich um Bakterien die im feuchten Milieu vorkommen und sowohl im
Wasser als auch in den Filteranlagen sehr schnell vermehren können.
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