Mitteilung vom 31. März 2007
Haben Sie gewusst, dass…
…wir am 29.4. unbedingt zur Wahl gehen müssen, damit wir unser Freibad nicht verlieren?
  Haben Sie gewusst, dass…
  • …wir am 29.4. unbedingt zur Wahl gehen müssen, damit wir unser Freibad nicht verlieren?
  • … Müssen wir unter diesen Umständen auf den Kosten dieser Fehlplanung sitzen bleiben?
  • …pro Jahr 75.000 bis 100.000 Menschen in das schönstes Freibad Oberbayerns nach Freilassing kommen um Erholung und sportliche Betätigung zu finden?
  • … eine Naturbad fehl am Platz ist, wenn eine Badetemperatur über 23°C gewünscht wird? Ein Naturbadplaner wie Herr Schmitt denkt sich nichts dabei, wenn er in Trossingen ein Naturbad baut, das 2006 nur an 12 Tagen Wassertemperaturen und Lufttemperaturen über 21°C hatte. Da hat nur er was davon und das finden wir rücksichtslos.
  • … Kleinbadeteichanlagen nur im ländlichen Raum bei überschaubarer Besucheranzahl akzeptabel sind (Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Oberschleißheim).
  • … Schwimmen als regelmäßiger Ausgleichssport das Beste für ihren Rücken und ihre Figur ist- ohne Verletzungsrisiken? Darüber hinaus eine wichtige Rolle in der Reha spielt?
  • … unser erneuertes Freibad nicht teurer als ein Naturbad wird? Im Haushalt sind 3.330.000 € vorgesehen. Für dieses Geld können wir ordentlich sanieren. Beim Betrieb wird das Naturbad nur dann billiger, wenn Fachpersonal (Schwimm-Meister) durch Ehrenamtliche des DLRG eingespart wird. Das wollen wir nicht.
  • … ein "Naturbad" ganzjährig einen viel höheren Pflegeaufwand erfordert und immer wieder geschlossen werden muss, was zu empfindlichen Einnahmeverlusten führt …bei einer Schließung an einem Sommertag leicht ca. 6000 €? Meistens wird dann von „Ruhetag“ geredet.
  • … dass alle Naturbäder in Bayern Algenprobleme haben? Diese verursachen u.a. eine mangelnde Sicht, was wiederum zur Schließung des Beckens führt?
  • … das alte Naturbad von 1928 "unter dem Druck des Gesundheitsamtes, das eine untragbare Wasserqualität … festgestellt hatte" aufgegeben werden musste (Kurt Enzinger, 2003)? Viele nostalgische Erinnerungen daran sind noch lebendig. Vergessen wird dabei oft, dass es nur an wenigen heißen Sommertagen im Jahr genutzt werden konnte.
  • … Prof. Dr.-Ing. Gunther Gansloser die regelwerkskonforme Nennbesucherzahl für das "Naturbad" Freilassing nachgerechnet hat und nur auf 900 Besucher täglich kommt? Diese Zahl hat uns auch Dr. Lenz aus München telefonisch bestätigt. Grundlage zur Berechnung war das "Kenndatenblatt Naturfreibad in Freilassing" der "Wasserwerkstatt Bamberg" und das FLL-Regelwerk (siehe unten). Prof. Gansloser: "um auf 3.000 Besucher pro Tag zu kommen, müsste dann 21.000 m³ pro Tag an Füllwasser nachgespeist werden". Dennoch gibt die "Wasserwerkstatt Bamberg" eine Nennbelastung von 3000 Tagesbesuchern an.
  • …das Infektionsschutzgesetz vorschreibt, öffentliche Bäder so zu betreiben, dass für die Benutzer keine Gesundheitsgefährdung entsteht, insbesondere durch die Übertragung infektiöser Krankheiten. Das UBA (Umweltbundesamt) schreibt vor, dass der Betreiber von Naturbädern auf dieses Risiko am Eingang deutlich sichtbar hinzuweisen hat und die Badebenutzer auch informiert sind, dass sich das Ansteckungsrisiko mit Zunahme des Badebetriebs erhöht.
  • … in deutschen öffentlichen Bädern die Chlorkonzentration von 0,3 – 0,6 mg/l die niedrigsten Werte ausweist? Belgien bis 4 mg/l, Dänemark und England bis 3 mg/l, Frankreich bis 1,4 mg/l.
  • … Krankheitserreger/Mikroorganismen durch desinfiziertes Wasser innerhalb von 30 Sekunden abgetötet werden können? In nach DIN 19643 aufbereitetem und desinfiziertem Beckenwasser ist die hygienische Sicherheit der Badenden am besten gewährleistet.
  • … das FLL-Regelwerk empfiehlt, auch den Kleinkinderbereich wegen des erhöhten Infektionsrisikos mit einer klassischen Badewasseraufbereitungsanlage nach DIN 19643 auszustatten? Das Planungsbüro für das "Naturbad" Freilassing "Wasserwerkstatt Bamberg" setzt sich darüber hinweg.
  • …üblicherweise Wasserproben vormittags entnommen werden und nicht bei starkem Badebetrieb?
  • …durch Badewasser übertragbare Krankheitserreger z. B. Erkrankungen der Atemwege, des Magen- und Darmtrakts, der Leber, der Augen, der Ohren sowie der Haut hervorrufen können?
  • … Pseudomonas aeruginosa ein Indikatorkeim ist, der sehr häufig für Schließungen von "Naturbädern" verantwortlich ist weil der Grenzwert: 10/100ml überschritten wird?
  • …sich Bakterien in technischen Systemen zur Wasseraufbereitung von "Naturbädern" (besonders in Filtern) durch so genannte Biofilmbildung vermehren können so das Badewasser zusätzlich kontaminieren?
  • … ein "Naturbad" im Fall des Auftretens einer Krankheit wie z.B. Meningitis für längere Zeit gesperrt werden muss und im Fall vom Naturbad Niestetal bei Kassel (2001 eröffnet, 2002 Auftreten von Meningitis) die Besucherzahl dauerhaft auf 750 heruntergesetzt werden mußte?
  • …beim "Naturbad" fast alles künstlich ist? Die Folie über den alten Becken, die Pumpen und Filter bis hin zu den Edelstahlleitern, meist nachgerüstet werden müssen. Zusätzlicher Flächenverbrauch im "Naturbad" Freilassing allein durch den Filter: 1400 m2 (mit Beton und Folie abgedichtet vom Erdreich). In unserem erneuerten Freibad kann die gesamte erforderliche neue Technik wieder in den bestehenden Technikraum installiert werden.
  • … im Naturbad Bischofswiesen die Folie im Nichtschwimmerbecken sehr rutschig ist? Eltern mit kleineren Kindern gehen zum Schwimmen in die Schönau oder nach Salzburg.
  • … in einem "Naturbad" die Tierwelt eher geschädigt wird, Wasservögel aller Art ganzjährig bejagt werden müssen, keine Fische vorhanden sein dürfen? Im Naturbad Aschauerweiher in Bischofswiesen ist unabsichtlich bei jährlichen Reinigungsarbeiten Froschlaich ausgetrocknet bzw. eine Flusskrebspopulation ausgerottet worden.
  • …ein "Naturbad" für den Schwimmverein nutzlos ist, weil das Wasser zum Training und zu Wettkämpfen zu kalt ist; es fehlen die Wendeplatten und die Startblöcke. Die Markierung der Bahnen ist durch das trübe Wasser nicht sichtbar.
  • …ein „Naturbad“ für Kinder und Senioren in der Regel zu kalt ist. Wasser über 23°C muss aus hygienischen Gründen wieder mit Frischwasser heruntergekühlt werden. (FLL-Regelwerk).
  • … in einem "Naturbad" Artenreichtum an Schnecken, Rollegel, Wasserwanzen und Algen herrscht und es ganz normal ist, wenn die Haut hinterher grünlich mit Algen überzogen ist?
  • …Kinder aus Bischofswiesen lieber ins Schorni (Freibad Schönau) gehen als ins Aschi (Naturbad Aschauer Weiher)?
  • … wir das Projekt „Naturbad“ für eine Fehlplanung halten. Wurde es vielleicht deshalb vom Stadtrat in geheimer Sitzung beschlossen?
 
Zusammengestellt von Elke Michel-Blagrave