Zur Energieversorgung in Freilassing.
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Spätestens seit 2007 weiss die Welt, dass CO2 (Kohlendioxid)
der Hauptursache für den Treibhauseffekt und den drohenden Klimawandel
darstellt.
Wir wissen auch, dass der Hauptverursacher das Kohlendioxid Gas
(CO2) aus der Verbrennung von fossilen Energieformen wie Kohle,
Erdöl und Erdgas stammt und dass sich die Förderung dieser
Stoffe dem Ende zu neigt und die Preise dafür in unbezahlbare
Höhen steigen werden.
Deshalb wissen wir, wir müssen wir weg von Kohle, Erd-Öl
und Erd-Gas.
Das Konzept aber: "weg vom Öl und hin zum Holz"
greift hier zu kurz.
Weil auch die Verbrennung von Holz und Biomasse CO2 in die Umwelt
entlässt und höchstens als CO2-neutral bezeichnet werden
kann. Und weil in diesem Konzept der Bedarf an Wärme nicht
reduziert wird.
Antrag 1. Deshalb sollte die allererste Forderung darin münden,
den Wärme- und Energiebedarf der Häuser drastisch durch
Sparmaßnahmen, wie Wärmedämmung, intelligentes Heizen,
Solares Bauen, etc. zu senken. Wie Sanierungen in der letzten Zeit
in der Region beweisen, ist ein Reduzierung auf 20% des bisherigen
Wärmebedarfes möglich. Es könnten also dann mit der
gleichen Wärme-Menge 5mal so viele Haushalte in wärmegedämmten
Häusern versorgt werden. Hier sollten für Anschlusswillige
an eine Wärmenahversorgung geeignete Beratungen und eigene
Fördermaßnahmen den Hausbesitzern angeboten werden und
sie zur Wärmedämmung motiviert werden. Dankenswerter Weise
läuft gerade eine Energieberatung im Landkreis organisiert
vom Landratsamt.
Antrag 2. Es ist zu prüfen, ob es für den Restbedarf
an Wärme günstigere und wirklich CO2-freie oder zumindest
CO2-arme Energieversorgungssyteme gibt.
So z.B. eine Solarbasierte Energieversorgung für Strom und
Wärme. Wenn alle Dächer der Häuser im Anschlussgebiet
mit grossen Sonnenkollektor-Anlagen ausgestattet werden, so kann
die überschüssige Wärme im Sommer in grossen Wärmespeichern
gespeichert und dann im Winter dosiert an die Wärmebezieher
abgegeben werden. Diese Tanks dienen sozusagen als Wärme-Bank,
wo man im Sommer anspart, Vorräte anlegt und diese im Winter
dann verbraucht.
Es spricht dann kaum etwas dagegen, für lange und kalte Wintermonate
ein kleines Biomassekraftwerk als Notreserve einzurichten oder sogar
bestehende neuere Heizanlagen weiter zu verwenden.
Aber die Masse des Wärmebedarfs soll über die Sonnenenergie
erzeugt werden, die kostenlos ist, die CO2-frei ist, die auf Dauer
zur Verfügung steht, und die nur intelligent gelagert und verteilt
werden muss.
Und wenn dann noch der benötigte Strom für Pumpen, etc.
ebenfalls von der Sonne mit Hilfe der Photovoltaik erzeugt wird,
dann sind wir weitgehend frei von Energieimporten im Heizbereich
und erfüllen den Kreistagsbeschluss aus 2001, in dem die Umstellung
auf erneuerbare Energien bis 2030 angestrebt wird.
Wir müssen weg von den Plus-CO2 Wärmesystemen aus Kohle
Öl und Gas, hin zum Minus-CO2 einer rein Solarbasierten Energie-
und Wärmeversorgung. Eine reine CO2-Neutralität greift
hier zu kurz und wird dem Bedarf und Anspruch an nötigen Klimaschutz
Massnahmen in der Region nicht gerecht.
Antrag 3. Die Bürger und Hausbesitzer Freilassings sind von
Anbeginn und umfänglich in den Informations- und Entscheidungsprozess
einer Energieversorgung für ganz Freilassing mit einzubeziehen.
Bei solch einer wichtigen Weichenstellung für die Energiezukunft
der Stadt Freilassing und seiner Bürger und Investitionen in
Millionenhöhe für die nächsten Jahrzehnte ist es
zu kurz gegriffen zu sagen, weg vom Öl und hin zum Holz, ohne
eine Reduzierung des Energiebedarfes zu diskutieren und ohne andere,
Kosten günstigere und Klima freundlichere Energiesysteme zu
untersuchen, wie eben die rein Solarbasierte Wärmeerzeugung.
Also meine Anträge sind:
1. Energieberatung, Häuser Wärme dämmen, Wärmebedarf
auf 20% reduzieren
2. Prüfen einer solarbasierten Wärme und Energieversorgung
3. Die Bürger sollen und wollen mit eingebunden werden.
Hermann Schubotz,
Freilassing, Schmidhäuslstrasse 1
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