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Schönau (schu) Einmal im Jahr wird der Musikpavillon am Rathaus der Gemeinde
Schönau im Rahmen des Ferienprogramms zu einer Werft für
Solarboote verwendet. Statt Geigen, Gitarre und Trompete hört
man eifrige Arbeitsgeräusche der Kinder und gelegentlich ein
Hämmern und Klopfen.
Aus einer ausgedienten Fischdose und Gurkenkartons, verbunden mit
einer Solarzelle und Motor, basteln die Kinder ihr eigenes Solarboot.
Die Energie aus der Photovoltaik-Zelle, die Tageslicht zu Strom
umwandelt, wird über ein Kabel zum Motor geleitet, der wiederum
eine aus Strohhalm und Schraube gefertigte Antriebswelle antreibt
und somit das Schiffchen im Wasser vorwärts bewegt.
Unter Anleitung von Solarpionier Hermann Schubotz aus Freilassing
und drei weiteren Helfern schnitten die Kinder zuerst die Kartonteile
nach einem Bauplan zurecht, klebten sie zusammen und befestigten
sie dann auf dem Bootsrumpf einer Fischdose. Nach dem Ankleben der
Solarzelle und Verlöten mit dem Motor wurden die Schönauer
Solarboote zum Leben erweckt. Dann ging es zum Kneippbecken, das
kurzerhand für die Testfahrt der Solarboote umfunktioniert
wurde. Auch hier bestanden die Solarschiffchen unter strahlender
Sonne den Eignungstest.
Manche Boote lieferten sich spannende Rennen. Die Buben und Mädchen
hielten ihr eigenes Boot scharf im Auge und feuerten es an. Einige
Kinder hatten ihr Solarschiffchen phantasievoll mit Namen, Fahnen
und anderem Verzierungen ausgestattet. Als die Kirchenuhr zwölf
schlug war der diesjährige Schönauer „Solarboom“
vorbei, die Kinder „segelten“ mit ihren Booten fröhlich
nach Hause, und das Kneippbecken übernahm wieder seine ursprüngliche
Bestimmung. Foto Hermann Schubotz
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